<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://henrymiller.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://henrymiller.twoday.net/">
    <title>Henry Miller - The World of Sexus... (..., Plexus &amp; Nexus) : Rubrik:Liebe ohne Grenzen</title>
    <link>http://henrymiller.twoday.net/</link>
    <description>..., Plexus &amp; Nexus</description>
    <dc:publisher>HenryMiller</dc:publisher>
    <dc:creator>HenryMiller</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-07T20:31:32Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/henrymiller/images/icon.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://henrymiller.twoday.net/stories/4836494/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/henrymiller/images/icon.gif">
    <title>Henry Miller - The World of Sexus...</title>
    <url>http://static.twoday.net/henrymiller/images/icon.gif</url>
    <link>http://henrymiller.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://henrymiller.twoday.net/stories/4836494/">
    <title>Orientalische Liebeslyrik</title>
    <link>http://henrymiller.twoday.net/stories/4836494/</link>
    <description>28 Gedichte aus der islamischen Welt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01. Ich trank die Liebe, Becher über Becher -&lt;br /&gt;
02. Laß die Grammatik den Leuten -&lt;br /&gt;
03. Mein Leib schmilzt von der Glut des Herzens;&lt;br /&gt;
04. So barg ich die Geheimnisse der Liebe, &lt;br /&gt;
05. Es ist, zu der Geliebten Tür zu gehen, &lt;br /&gt;
06. Frag nicht, wie lieblich-zart ihr Körper ist! &lt;br /&gt;
07. O schlanke Zier du -&lt;br /&gt;
08 Komm, daß in meinem Herzen dein Bild sich niederlasse!&lt;br /&gt;
09. Komm, laß uns auf dem Bette sitzen,&lt;br /&gt;
10. Ich wollte einen Kuß von ihm - er sagte:&lt;br /&gt;
11. Ich möcht&apos; in meinen eig&apos;nen Versen mich verstecken,&lt;br /&gt;
12. Ihre Augen sind Narzissen, Rosen ihre Wangen rot,&lt;br /&gt;
13. Gott mach&apos; dich zur Blume am Ufer,&lt;br /&gt;
14. Gott mache mich zu einem Becher,&lt;br /&gt;
15. Einmal leg die Hand auf meine Hand -&lt;br /&gt;
16. War sie wohl eben jetzt aus dem Meer gestiegen? &lt;br /&gt;
17. Eine Liebesnacht war&apos;s in des Vollmondes Schein,&lt;br /&gt;
18. Die an der Liebsten Brust in Schlummer sinken,&lt;br /&gt;
19. Das Paradies ist nicht geringer&lt;br /&gt;
20. Wenn du mich freundlich zu dir rufst,&lt;br /&gt;
21. Ich lasse meinen Blick am Himmel schweifen -&lt;br /&gt;
22. Abschied und Wiedersehen&lt;br /&gt;
23. Ich möchte meine Seele&lt;br /&gt;
24. Den wahrhaft Liebenden ist Liebe eingeboren -&lt;br /&gt;
25. Ich würde sagen ...&lt;br /&gt;
26. Durch Liebe ward das Bittre süß und hold,&lt;br /&gt;
27. Die Feder eilt im Schreiben, kaum zu halten.&lt;br /&gt;
28. Der Frühling kam, die Blüten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich trank die Liebe, Becher über Becher -&lt;br /&gt;
Der Trank versiegte nie, noch ward ich satt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&apos;AINULQUDAT HAMADHANI (1094-1131)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laß die Grammatik den Leuten -&lt;br /&gt;
ich studier&apos; den Geliebten, &lt;br /&gt;
Und eine einzige Letter &lt;br /&gt;
les&apos; ich und les&apos; immer wieder!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
QADI QADAN (gest. 1551)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Leib schmilzt von der Glut des Herzens;&lt;br /&gt;
Mein Herz kann selbst nicht mehr besteh&apos;n. &lt;br /&gt;
Löst oder bindet meine Fesseln -&lt;br /&gt;
Was ihr auch tut, mir scheint es schön. &lt;br /&gt;
Die Leute wissen, daß ich liebe -&lt;br /&gt;
Allein sie wissen doch nicht, wen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SCHIBLI (gest. 945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So barg ich die Geheimnisse der Liebe, &lt;br /&gt;
daß meine Lippe selbst&lt;br /&gt;
Niemals erfahren hatte, wessen Namen &lt;br /&gt;
ich auf der Zunge trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KALIM (gest. 1650)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist, zu der Geliebten Tür zu gehen, &lt;br /&gt;
ganz streng verboten,&lt;br /&gt;
Und ging&apos; ich doch, ist, an die Tür zu klopfen, &lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Und klopft&apos; ich dennoch an, und fragte sie mich:&lt;br /&gt;
»Wer ist denn da?«&lt;br /&gt;
Was sollt&apos; ich tun? Ist&apos;s, meinen Namen nennen, &lt;br /&gt;
ganz streng verboten!&lt;br /&gt;
Doch nennt&apos; ich meinen Namen, spräch&apos; sie grollend:&lt;br /&gt;
»Heb dich hinweg!&lt;br /&gt;
Denn dich ins Haus zu rufen, ist mir wirklich &lt;br /&gt;
ganz streng verboten!«&lt;br /&gt;
Und sollte sie mich wirklich zu sich rufen, &lt;br /&gt;
wie trät&apos; ich ein?&lt;br /&gt;
Denn da, wo sie ist, da ist mir der Zutritt&lt;br /&gt;
ganz streng verboten!&lt;br /&gt;
Und sollte ich auch Zutritt dort erhalten -&lt;br /&gt;
wie säh&apos; ich sie?&lt;br /&gt;
Denn meine Augen aufzuheben, ist mir&lt;br /&gt;
ganz streng verboten!&lt;br /&gt;
Doch höb&apos; ich meine Augen auf und blickte,&lt;br /&gt;
dann sähe ich:&lt;br /&gt;
Sie ist verschleiert; sich entschleiern ist ihr&lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Doch träte sie entschleiert vor mich, wär&apos; ihr&lt;br /&gt;
ein jedes Wort,&lt;br /&gt;
Ein Scherz, ja selbst ein kleines zartes Lächeln&lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Und lächelte sie wirklich - tief im Herzen&lt;br /&gt;
erknospeten&lt;br /&gt;
Gebete: doch sie auszusprechen ist mir&lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Bewegt&apos; ich trotzdem meine Lippen, sagt&apos; ich,&lt;br /&gt;
was ich nicht will;&lt;br /&gt;
Denn Liebesverse rezitieren ist mir&lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Und rezitiert&apos; ich doch ein Liebesliedchen,&lt;br /&gt;
so darf ich nicht&lt;br /&gt;
Aufseufzen, und mir sind auch Tränen, Schluchzer&lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Und seufzte ich, vergösse ich auch Tränen,&lt;br /&gt;
so ist mir doch,&lt;br /&gt;
Die innigsten Gefühle auszudrücken&lt;br /&gt;
ganz streng verboten.&lt;br /&gt;
Und drückt&apos; ich meine innigsten Gefühle&lt;br /&gt;
in Worten aus,&lt;br /&gt;
Ist&apos;s doch, mein Herz an diesen Ort zu hängen,&lt;br /&gt;
ganz streng verboten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BAHADUR SCHAH ZAFAR (1775-1862)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frag nicht, wie lieblich-zart ihr Körper ist! &lt;br /&gt;
Man weiß nicht: ist es Seele oder Leib?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir Taqi MIR (1724-1810)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
O schlanke Zier du -&lt;br /&gt;
Wer gleichet dir, du?&lt;br /&gt;
Dich preis&apos; ich hier, du -&lt;br /&gt;
Du bist so schön.&lt;br /&gt;
Die Wangen feine&lt;br /&gt;
Im Rosenscheine -&lt;br /&gt;
Dir ähnelt keine -&lt;br /&gt;
Du bist so schön.&lt;br /&gt;
Komm, mein Entzücken,&lt;br /&gt;
Mich zu berücken,&lt;br /&gt;
Still zu beglücken -&lt;br /&gt;
Du bist so schön.&lt;br /&gt;
In deinen Schlingen&lt;br /&gt;
Sich Herzen zu fingen.&lt;br /&gt;
Dich zu besingen!&lt;br /&gt;
Du bist so schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WASIF ENDERUNI (gest. 1825)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komm, daß in meinem Herzen dein Bild sich niederlasse!&lt;br /&gt;
Geh nicht nach China! Denn dort malt man&apos;s nur auf Seide!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Khwadscha Mir DARD (1721-1785)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komm, laß uns auf dem Bette sitzen,&lt;br /&gt;
Des Himmels Sterne zählen, bis der Morgen dämmert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LANDEY (Kurzgedicht im Paschto &lt;br /&gt;
aus zwei Zeilen von 9 und 13 Silben; oft von Frauen gedichtet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte einen Kuß von ihm - er sagte:&lt;br /&gt;
&quot;Man darf dem Kranken doch nichts Süßes geben!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Khadschu Kirmani (1281-1352)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möcht&apos; in meinen eig&apos;nen Versen mich verstecken,&lt;br /&gt;
Damit, wenn du sprichst, ich deine Lippen küsse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&apos;Abdur Rahman Dschami (1414-1492)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Augen sind Narzissen, Rosen ihre Wangen rot,&lt;br /&gt;
ihre Locken Hyazinthen, die Gestalt: Zypresse schlank,&lt;br /&gt;
Und von ihrem Widerscheine&lt;br /&gt;
ward der Spiegel ganz zum Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Imambaksch NASIKH (gest. 1838)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott mach&apos; dich zur Blume am Ufer,&lt;br /&gt;
Daß ich dich rieche, wenn ich sag&apos;, ich hole Wasser!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LANDEY&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott mache mich zu einem Becher,&lt;br /&gt;
Damit ich jeden Morgen deine Lippen spüre!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LANDEY &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal leg die Hand auf meine Hand -&lt;br /&gt;
Lang&apos; noch werd&apos; ich denken an solch ein Handauflegen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LANDEY &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nixe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War sie wohl eben jetzt aus dem Meer gestiegen? &lt;br /&gt;
Ihr Haar, ihre Lippen &lt;br /&gt;
Rochen bis morgens nach See, &lt;br /&gt;
Und wie das Meer war die Brust, die sich senkte und hob.&lt;br /&gt;
Ich weiß ja, sie war arm&lt;br /&gt;
- Bei ihrem Körper konnte man nicht grad&apos;&lt;br /&gt;
von Arm-Sein sprechen -&lt;br /&gt;
Tief in mein Ohr, ganz leis, Sang sie mir Liebeslieder.&lt;br /&gt;
Was hatte sie nicht gesehn und gelernt &lt;br /&gt;
In ihrem Leben, das mit dem Meer engumschlungen verlief: &lt;br /&gt;
Netze flicken, Netze werfen, Netz einholen, &lt;br /&gt;
Angeln machen, Futter holen, Boote säubern. &lt;br /&gt;
Um mich an Stachelfisch zu erinnern, &lt;br /&gt;
Bohrte sie ihre Hände in meine.&lt;br /&gt;
Ich sah diese Nacht, ich sah es in ihren Augen, &lt;br /&gt;
Wie schön wohl der Tag auf offenem Meer erwacht! &lt;br /&gt;
Und ihre Haare lehrten die Woge mich kennen; &lt;br /&gt;
Ich schaukelte lange im Traume darin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ORHAN VELI Kanik (1914-1950)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Liebesnacht war&apos;s in des Vollmondes Schein,&lt;br /&gt;
Und gütig war Gott: sie kam, sie ward mein.&lt;br /&gt;
Gesegneter noch als die »Festnacht der Macht«;&lt;br /&gt;
Denn Jupiter war mit dem Monde allein.&lt;br /&gt;
Noch lichter die Nacht als strahlender Tag,&lt;br /&gt;
Vom Himmel strömt&apos; Licht zur Erde hinein.&lt;br /&gt;
Am Himmelszelt traf ein Mond einen Mond:&lt;br /&gt;
Nicht Nacht war&apos;s, nein Frühe am himmlischen Rain!&lt;br /&gt;
Eine Brautnacht - so süß, so süß war ihr Kuß,&lt;br /&gt;
Die Seele voll Glück, o Seligkeit rein!&lt;br /&gt;
Enthüllt, was verhüllt: Symbol ward real -&lt;br /&gt;
Die Liebe schien uns ganz göttlich zu sein!&lt;br /&gt;
Es klingt wie ein Traum, was hier ich gedichtet&lt;br /&gt;
Ich hab&apos; von der Zeit meiner Jugend berichtet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haidar &apos;Ali ATISCH (gest. 1847)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an der Liebsten Brust in Schlummer sinken,&lt;br /&gt;
Einswerdend alles Glück des Lebens trinken,&lt;br /&gt;
Die Zeit für Nacht endloser Freude halten,&lt;br /&gt;
Sehn nicht am Himmel Frührot sich entfalten;&lt;br /&gt;
Den ew&apos;gen Liebeshag im Traum sie sehen,&lt;br /&gt;
Wo Lenz nur herrscht, die Winde anders wehen.&lt;br /&gt;
In Lust hört man des Sprossers Klagen nimmer,&lt;br /&gt;
Nie welkt die Rose, bleicht des Mondes Schimmer.&lt;br /&gt;
Stets, jedem Aug, ist blau das Himmelszelt,&lt;br /&gt;
Gleich Arm und Reich in dieser Himmelswelt;&lt;br /&gt;
Im Traumesteich erfrischt die Lieb sich, wie&lt;br /&gt;
Man lauscht, fast endlos, Springbrunns Melodie.&lt;br /&gt;
Lebt jemand einmal nur in diesem Hag,&lt;br /&gt;
Da ihr Arm ihn umschlang, sie bei ihm lag,&lt;br /&gt;
In ihres Haares Duft versunken auch -&lt;br /&gt;
Des Liebens Zauber spürt er jeden Hauch;&lt;br /&gt;
Ein Sein, als wären Sterne aufgegangen,&lt;br /&gt;
Die Augen sind von Wundem rings umfangen,&lt;br /&gt;
Vom längsten Kuß nicht satt, dürstend beim Küssen:&lt;br /&gt;
Der Lippen Salz macht, daß sie dürsten müssen! &lt;br /&gt;
Dies Salz ist&apos;s, das die Schöpferkraft verleiht, &lt;br /&gt;
Geheimnisvoll: da etwas Gott ihr seid.&lt;br /&gt;
Die hier im Garten weilen, rosenschwer, &lt;br /&gt;
Durch welchen Zufall kamen sie, woher? &lt;br /&gt;
In Tagen, da sie Liebe führt - vom Ort &lt;br /&gt;
Trägt sturmgleich eine Leidenschaft sie fort!&lt;br /&gt;
Ihr Weg - des Lebens lichtgeschaffne Bahn! &lt;br /&gt;
Welch himmlisch Rennen eines Nachts hebt an! &lt;br /&gt;
Verhängten Zügels, vierspann, nahn zwei Seelen &lt;br /&gt;
Der Sphäre hier, um weitres Ziel zu wählen; &lt;br /&gt;
In diesem Sieg erglänzen die Gesichter, &lt;br /&gt;
Der Himmel rings flammt strahlend auf, voll Lichter.&lt;br /&gt;
Die an der Liebsten Brust in Schlummer sanken, &lt;br /&gt;
In jenem Himmel alle Seinslust tranken, &lt;br /&gt;
In jener Zeit vergaßen sie die Welt ... &lt;br /&gt;
- Versäumte Zeit, grausame Stunde gellt! &lt;br /&gt;
Wenn sie aus süßem Schlaf einmal erwacht, &lt;br /&gt;
Ist überall nur Kerker, rings nur Nacht. &lt;br /&gt;
Unheil, in solcher Welt erwachen, Plage! &lt;br /&gt;
Erstickt von Trennung brennen Tag um Tage. &lt;br /&gt;
O Glück! Dies Dunkel ist als Tod noch schlimmer! &lt;br /&gt;
O Liebe! Dein sind jene Herzen immer! &lt;br /&gt;
Vereinung! O verzaubre liebend Paare! &lt;br /&gt;
Himmlische, süße Nacht! O währe Jahre!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
YAHYA KEMAL Beyatli (1884-1958)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Paradies ist nicht geringer&lt;br /&gt;
an Strahlkraft als dein Haus -&lt;br /&gt;
In Form und Grundriß ist&apos;s das gleiche,&lt;br /&gt;
nur weniger besucht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mirza Asadullah GHALIB (1797-1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du mich freundlich zu dir rufst, &lt;br /&gt;
so tu&apos;s, zu welcher Zeit du willst&lt;br /&gt;
Ich bin nicht die verfloss&apos;ne Zeit, &lt;br /&gt;
daß ich nicht wiederkommen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mirza Asadullah GHALIB (1797-1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lasse meinen Blick am Himmel schweifen -&lt;br /&gt;
Seh ich, den du jetzt siehst, den Stern so licht? &lt;br /&gt;
Ich halt&apos; die Wandrer an aus allen Landen, &lt;br /&gt;
Ob einer deinen Duft geatmet nicht. &lt;br /&gt;
Zu allen Winden wend&apos; ich mich, die wehen:&lt;br /&gt;
Vielleicht gibt einer mir von dir Bericht. &lt;br /&gt;
Ich geh verstört dahin auf meinem Wege -&lt;br /&gt;
Ein Lied vielleicht von deinem Namen spricht. &lt;br /&gt;
Auf jeden, den ich treffe, blick ich - trägt er &lt;br /&gt;
Nicht einen Zug von deinem Angesicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AT-TORTUSCHI (1059-1126 oder 1131)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschied und Wiedersehen&lt;br /&gt;
hat jedes doch sein Glück:&lt;br /&gt;
Geh tausendmal - und komm dann&lt;br /&gt;
zehntausendmal zurück!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mirza Asadullah GHALIB (1797-1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte meine Seele&lt;br /&gt;
hingeben gleich dem Schmetterling,&lt;br /&gt;
Erblickt&apos; ich nur noch einmal&lt;br /&gt;
die Kerze deines Angesichts!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ZEB UN-NISA (1638-1701)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den wahrhaft Liebenden ist Liebe eingeboren -&lt;br /&gt;
Von andern lernt ja nicht der Falter, zu verbrennen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MAHIR Akbarabadi (gest. 1678)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde sagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde sagen, es sei im April ein Abend, &lt;br /&gt;
Und die beglückendsten aller Winde wehen von dir. &lt;br /&gt;
In dir betrachte ich nun das blaueste aller Meere, &lt;br /&gt;
In dir durchwandele ich den ganz einsamen Wald, &lt;br /&gt;
Von dir nur pflückt&apos; ich die unverwelklichsten Blüten, &lt;br /&gt;
In dir durchpflügte ich das gesegnetste Land, &lt;br /&gt;
Und alle Früchte kostete ich in dir. &lt;br /&gt;
Ich würde sagen, du seist für mich &lt;br /&gt;
Notwendig wie die Luft, &lt;br /&gt;
Gesegnet wie das Brot, &lt;br /&gt;
Und wie das Wasser so lieb, &lt;br /&gt;
Du, himmlisches Gnadengeschenk.&lt;br /&gt;
Ich würde sagen ... glaub mir, o glaube mir, Lieb, &lt;br /&gt;
Du bist mir im Hause der Frohsinn, &lt;br /&gt;
Du bist mir im Garten der Lenz, &lt;br /&gt;
Auf meiner Tafel der älteste Wein. &lt;br /&gt;
Ich lebe in dir, &lt;br /&gt;
Und du, du herrschest in mir. &lt;br /&gt;
Laß mich, ich will deine Schönheit verkünden &lt;br /&gt;
Mit Winden und Vögeln und Strömen zusammen! &lt;br /&gt;
Und später, an einem Tag, &lt;br /&gt;
Wenn du vielleicht meine Stimme nicht mehr erkennst &lt;br /&gt;
Aus der Stimme der Winde und Ströme und Vögel, &lt;br /&gt;
Dann, wisse das, bin ich tot. &lt;br /&gt;
Aber werde nicht traurig, du, sei nur ganz ruhig:&lt;br /&gt;
Auch den Käfern im Grab erzähle ich deine Schönheit.&lt;br /&gt;
Und irgendwann später, &lt;br /&gt;
Wenn du am Himmelszelt wiederum meine Stimme vernimmst, &lt;br /&gt;
Denke daran: dann ist Auferstehung, &lt;br /&gt;
Und ich stehe mitten darin und suche nur dich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CAHIT SITKI TARANCI (1910-1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Liebe ward das Bittre süß und hold,&lt;br /&gt;
Durch Liebe ward das Kupfer reines Gold,&lt;br /&gt;
Durch Liebe ward die Hefe rein und klar,&lt;br /&gt;
Die Liebe bot der Krankheit Heilung dar,&lt;br /&gt;
Durch Liebe wird belebet, wer entschlafen,&lt;br /&gt;
Durch Liebe werden Könige zu Sklaven ...&lt;br /&gt;
Die Liebe macht das tote Brot zur Seele,&lt;br /&gt;
Macht ewig die vergängliche, die Seele!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulana Dschelaladdin RUMI (1207-1273)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feder eilt im Schreiben, kaum zu halten.&lt;br /&gt;
Kommt sie zur Liebe, muß sie gleich zerspalten.&lt;br /&gt;
Wie ich die Liebe auch erklären will -&lt;br /&gt;
Komm ich zur Liebe, schweig&apos; ich schamvoll still.&lt;br /&gt;
Erklärung mag erleuchten noch so sehr,&lt;br /&gt;
Doch Liebe ohne Zungen leuchtet mehr!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulana Dschelaladdin RUMI (1207-1273)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frühling kam, die Blüten&lt;br /&gt;
erschienen Wange an Wange -&lt;br /&gt;
Ach könnten du und ich doch&lt;br /&gt;
auch so im Garten stehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir Taqi MIR (1724-1810)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus: Annemarie Schimmel Nimm eine Rose und nenne sie Lieder. Poesie der islamischen Völker.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;br /&gt;
Aus der islamischen Welt (28 Gedichte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/fremd/islam.htm&quot;&gt;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/fremd/islam.htm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Liebe ohne Grenzen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Orientalische Liebeslyrik&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/fremd/fremd.htm&quot;&gt;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/fremd/fremd.htm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Welt der Liebe im Islam&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Aus einer Enzyklopädie&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
von Malek Chebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/liebe_islam/liebe_islam.htm&quot;&gt;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/liebe_islam/liebe_islam.htm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Liebeslyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/&quot;&gt;http://www.deutsche-liebeslyrik.de/&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>HenryMiller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://henrymiller.twoday.net/topics/Liebe+ohne+Grenzen&quot;&gt;Liebe ohne Grenzen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 HenryMiller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-03T19:23:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://henrymiller.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://henrymiller.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
